Abschied von Conny Irrgang

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Dass wir von Conny bald Abschied nehmen müssen, haben wir alle gewusst. Über Jahre haben wir erlebt, wie Sie immer kränker wurde. Nach Operationen und vielen Therapien hatte sich nach einigen „guten Jahren“ ihr Krebs zurückgemeldet und sich in ihrem ohnehin schon schwer geschundenen Körper immer mehr ausgebreitet. So hat Conny selber in ihrem Leben viele Arten des Abschieds erleben müssen. Vor Jahrzehnten schon den Abschied von ihrem Sehvermögen, dann von ihrem Ehemann Detlef, den sie in den Tod begleitet hat, später dann kam ihr immer mehr das Tastgefühl ihrer Hand abhanden. Conny hat so vieles ertragen und immer wieder Kraft aus ihrem festen Glauben geschöpft. Vielen von uns war sie darin ein Vorbild – ihre Stärke und Tapferkeit beeindruckend. Ihre letzten Lebenswochen hat sie im Hospiz verbracht. Noch am Aschermittwoch haben wir ein letztes Abendmahl an ihrem Krankenbett gefeiert – so wie sie es sich gewünscht hat. Es war ihre Art Abschied zu nehmen und loszulassen. Die vielen Mitfeiernden waren ein sichtbares Zeichen, wie intensiv und vielfältig Conny zeitlebens vernetzt war. In den frühen Stunden des 11. März 2017 ist Conny Irrgang nun gestorben – nur wenige Wochen vor ihrem 62. Geburtstag. Wir verlieren mit ihr eine Kirchenvorsteherin mit Profil, die sich mit Herzblut für unsere Gemeinde einsetzte, präsent war, mitdachte und mitgestaltete, und die uns immer wieder in Erstaunen versetzte, nicht nur durch ihr untrügliches Gedächtnis. Ihre Ideen haben Vieles mit angeschoben und voran gebracht. Wir trauern um Kornelie Irrgang und sind dankbar für alle Erlebnisse mit ihr und für die vielen Spuren, die sie in der Thomasgemeinde hinterlassen hat. Nun wissen wir sie geborgen in Gottes guten Händen, für den der Tod keine Grenze ist. Er möge sein Werk an Ihr vollenden.

Connys Lieblingslied sagt es so:

Ach du Aufgang aus der Höh, / gib, dass auch am Jüngsten Tage
unser Leib verklärt ersteh / und, entfernt von aller Plage,
sich auf jener Freudenbahn / freuen kann.