Liebe Thomasgemeinde,

im Februar 2014 bin ich mit meiner Frau Claudia nach Grombühl gezogen, um im März 2014 mein Vikariat in Grombühl zu beginnen. Diesen September habe ich mein Vikariat 1nun – um viele Erfahrungen reicher – beendet. Dankbar blicke ich zurück auf viele schöne Gottesdienste, so manches Fest und vor allem: unzählige Begegnungen mit Menschen aus der Gemeinde, die mich mit ihrer Herzlichkeit, ihren oft bewegten Lebensgeschichten und ihren Gedanken immer wieder beeindruckt und bereichert haben.

Besonderer Dank gilt dafür meiner Mentorin Pfn. Karin Jordak, die mir als Anfänger doch immer viel zugetraut und auch Freiräume gelassen hat, um mich zu erproben und eigene Erfahrungen zu machen. Es ist gut, als Vikar eine Lehrpfarrerin zu haben, die verlässlich zu einem steht und vor allem auf ansteckende Weise Freude am Pfarrberuf vermittelt!

Wir haben als Familie während meines Vikariats gerne in Grombühl gelebt, wo im Sommer 2014 auch unser Sohn Arthur geboren wurde. Aber gerade für Vikare gilt das Wort des Hebräerbriefes:

Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir (Hebr 13,14)

Wie geht es für unsere Familie nun weiter? Am 16. Oktober werde ich mich in einem letzten Gottesdienst in der Thomaskirche verabschieden, um mich anschließend aus der Arbeit in der Gemeinde zurückzuziehen und übergangsweise ein Aufgabe im Dekanat zu übernehmen. Außerdem werde ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Göttinger Universität zurückkehren, wo ich die nächsten Jahre den Zusammenhang zwischen theologischer Lehre und dem Leben der Kirche erforschen möchte. Vorerst bleiben wir allerdings noch in Grombühl wohnen. Denn im Dezember erwarten wir ein zweites Kind – so werden wir dann im Frühjahr hoffentlich zu viert nach Göttingen aufbrechen! Man kann sagen: Auch familiär war die Zeit hier in Würzburg für mich bewegt und erlebnisreich!

Mir bleibt, mich bei Ihnen für die gute Zeit und die vielen Begegnungen in der Thomasgemeinde zu bedanken. Ich wünsche Ihnen als Gemeinde, dass Sie all die Projekte rasch und erfolgreich abschließen können, an deren Planung ich Anteil nehmen durfte – etwa den Bau der neuen Orgel oder die Erneuerung des Pfarrbüros. Besonders aber hoffe ich, dass die Thomaskirche weiterhin die Türen weit offen hält für die Bewohner dieses Stadtteils, gerade für die Kinder und Jugendlichen. Und vielleicht führen ja auch immer wieder Wege hinaus aus dem Gemeindezentrum, zu noch fremden Menschen, in den Stadtteil hinein – so wie bei meinem Gemeindeprojekt auf dem Wagnerplatz, an das ich noch gerne zurückdenke!

Gottes Segen und alles erdenklich Gute!

Tobias Graßmann