Ein gesegnetes frohes Osterfest wünsche ich Ihnen!

Nun eigentlich wünsche ich Ihnen viel mehr als das, nämlich, für das ganze Jahr Auf(er)steh-Geschichten in Ihrem Leben! Und weil wir die oft übersehen, habe ich mir etwas vorgenommen:1

Zukünftig möchte ich abends noch einmal in Gedanken den Tag Revue passieren lassen um sie ausfindig zu machen, die „Goldfäden“ im Korb der vielfältigen Eindrücke. Ich möchte inmitten des bunten Fadengewirrs einfach nach den „Gold-fäden“ suchen, nach all dem, was mir besonders wertvoll war. Mir geht es um die Momente, die mich bewegt haben, Erlebnisse, die mir Anstoß waren für neue Schritte, Hoffnungsvolles.

Das so zu machen, hat etwas mit Ostern zu tun.

Denn in der Bibel ist es so: Während die Leiden Jesu in praktisch allen Evangelien in einer großen ausführlichen Erzählung zusammengefasst sind, erzählen die Evangelisten von Ostern in ganz vielen einzelnen Episoden. Sie erzählen von Maria von Magdala am Grab und dem Engel, von den zwei Emmaus-Jüngern, denen der Auferstandene begegnet, von Wachen, die umfallen, von Thomas der alles zunächst mal gar nicht glauben kann…

Ja, von Ostern muss man offenbar in einer großen Vielfalt erzählen. Denn: Auf-(er)-Stehen ereignet sich vielgestaltig, manchmal eben auch unspektakulär, mitten im Alltag. Und Goldfäden, die davon erzählen, gibt es mindestens ebenso viele!

Vor Jahren habe ich einmal die Toten Hosen live gehört. Seitdem ist mir ihr Song „Steh auf!“ ans Herz gewachsen. Tausende waren damals dabei, haben sich vom Rhythmus mitreißen lassen, und sich ihren Frust von der Seele gesungen. „Steh auf!“, diese Aufforderung gibt es im Neuen Testament immer wieder.

„Steh auf!“ So sagt Jesus zu der Tochter des Jairus

„Steh auf!“, zum Mann mit der verdorrten Hand.

„Steh auf!“, du gekrümmte Frau, Lazarus, Schwiegermutter des Petrus.

Und: „Steh auf!“ sagt, nach der Ermordung Jesus am Kreuz zu unserer Osterfreude: Gott selbst!

2Ostern und dieser Song, sie gehören seitdem für mich zusammen, weil Jesu Auferstehung mir Mut macht und Kraft gibt, selber immer wieder aufzustehen!

Steh auf! Dieser Song, hier sind ein paar der ersten Zeilen:

„Wenn du mit dir am Ende bist und du einfach nicht weiter willst,
weil du dich nur noch fragst warum und wozu und was dein Leben noch bringen soll

Halt durch, auch wenn du allein bist!

Halt durch, schmeiß jetzt nicht alles hin!

Halt durch, und irgendwann wirst du verstehen,
dass es jedem einmal so geht.

Und wenn ein Sturm dich in die Knie zwingt, halt dein Gesicht einfach gegen den Wind. Egal, wie dunkel die Wolken über dir sind, sie werden irgendwann vorüberziehen.

Steh auf, wenn du am Boden bist!
Steh auf, auch wenn du unten liegst!
Steh auf, es wird schon irgendwie weitergehn!“
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Dieses Lied habe ich schon lange als wichtigen Goldfaden in meinem Korb.

Knüpfen Sie doch an Ostern Ihre Goldfäden, Ihre Auf(er)stehungs-Fäden dazu!

Fröhliche Ostern wünscht Ihnen

Karin Jordak