Aus dem Kinderhaus – Großelterntag im Kinderhaus Thomaskirche

Ich habe immer gedacht, Wale sind die größten Tiere der Welt, die im Meer schwimmen und aus ihrem großen Nasenloch ab und zu Wasser pusten. Umso überraschter war ich, als wir Großeltern am Mittwoch beim „Oma- und Opatag“ des Kinderhauses Thomaskirche von einer kleinen Gruppe Wale mit einem kleinen Gedicht sehr herzlich willkommen geheißen wurden.

Die Wale, so heißt di1e Gruppe der ältesten Kindergartenkinder. Die mittleren Kinder heißen Hühner, und die kleinsten sind die „Mäuse“, zu der auch mein Enkel Justus gehört. Für mich war es der erste Großelterntag, der vom Kinderhaus einmal jährlich veranstaltet wird.

Aber nicht nur die Wale haben uns begrüßt, auch die Hühner, Mäuse und die Allerkleinsten im Haus hatten für uns ein Lied vorbereitet, das mit Gitarre von zwei Betreuerinnen begleitet wurde.

Es ist schwer zu sagen, wer gespannter war, die Kinder oder die vielen Omas und Opas, die sich eng zusammengedrängt auf den Kinderbänken in der Turnhalle des Kindergartens eingefunden hatten. Das aufgeregte Schwatzen der alten Damen und Herren verstummte erst, als die Kinder in ihren Gruppen eingezogen waren.

Nach dem schönen Begrüßungsprogramm der Kinder nahm dann die Enkelin die Oma oder der Enkel den Opa an der Hand und die Kinder führten die Großeltern in ihr Gruppenzimmer und zeigten ihnen die Räume und ihre Spielsachen.

Zunächst gab es jedoch Kaffee (für die Erwachsenen) und Kuchen für alle, den die Kindergartenbetreuer selbst gebacken hatten. (Er war ganz vorzüglich, da möchte man direkt wieder Kindergartenkind sein!) Aber dann konnten die Kinder nicht mehr länger still sitzen und jeder suchte sich sein Lieblingsspiel, Toben, Fangen oder wie mein Enkel, aus Playmobilteilen Häuser und Ritterburgen bauen. Die Opas und Omas halfen tüchtig mit und glücklicherweise sind die Mäuse noch in einem Alter, wo das Umwerfen fast noch mehr Spaß macht als das Bauen. Sonst hätte so mancher Opa vielleicht bis an die Decke gebaut.

Schade, dass die zwei Stunden so schnell vorübergingen. Ich freue mich schon wieder auf den nächsten Großelterntag 2015. Dank an alle Betreuerinnen und Betreuer für die schöne Idee, für die herzliche Bewirtung und für die Gastfreundschaft. Vor allem für die Großeltern, die nicht in der Nähe der Enkel wohnen, war es eine sehr schöne Gelegenheit, die Alltagsumgebung, die Freundinnen und Freunde der Kinder und ihre Erzieherinnen und Erzieher auf so nette Weise kennen zu lernen.

Wolfram Göbel