Dr. Kümper besucht unsere Partnergemeinden auf den Philippinen

2013-05-04Im März konnte ich mit vielen guten Wünschen und dem Segen unserer Gemeinde in Grombühl, sowie einem Koffer mit Medikamenten und Gastgeschenken unsere Partnergemeinden in Batangas auf den Philippinen besuchen. Ich wurde wie immer sehnlichst erwartet und herzlich begrüßt. Pfarrer Levy Jabines begleitete mich trotz seiner schweren Bronchitis zu den weitverstreuten Gemeindeteilen am Meer und in das unwegsame Bergland. Ich konnte vielen Menschen in ihren gesundheitlichen Nöten mit Rat und Tat medizinisch helfen, Medika-mente besorgen und so manchem einen wichtigen Dienst tun. Auf dem Foto bin ich während der „Sprechstunde“ unter einem Palmendach im Freien arbeitend inmitten der Menschen von St. Thomas zu sehen.
Von unseren vor vielen Jahren initiierten Projekten existiert das „fisherboat“-Projekt nicht mehr, weil die inzwischen in der Nähe des Meeres angesiedelte Petro-Chemische Industrie das Meer vergiftet und zu einem großen Fischsterben an der Küste geführt hat. Auch das Ziegenprojekt im Hochland gedieh auf Dauer nicht, weil die Ziegen nach und nach erkrankten und starben. Dafür hat die Metall- und Holzwerkstatt viel Arbeit und gibt fünfzehn Familien der Gemeinde den nötigen Lebensunterhalt und kann sogar mit dem überschüssigen Gewinn neue Arbeitsgeräte, so z.B. ein Sauerstoff-Schweißgerät, beschaffen.
Die Region Batangas hat neben den schwefelhaltigen Dämpfen, die dem nahen Vulkan Taal entweichen, in den nächsten Jahren mit einer zunehmenden Luftverschmutzung durch ein Kohlekraftwerk zu kämpfen, das zurzeit an den Gemeindegrenzen am Meer errichtet wird. Das ist neben dem Verlust an Ackerland für die Bauern und dem Verlust der Existenz der Fischer eine weitere schwere Belastung für die Region, in der die Mitglieder unserer Kirchengemeinden leben, und wird sich auf die Gesundheit der Menschen auswirken. Trotz ihrer schweren Lebensbedingungen erlebte ich dankbare und fröhliche Menschen, die meinen Besuch auch als sichtbares und wertschätzendes Zeichen dafür sahen, dass sie in Deutschland als Partner wahrgenommen werden. Es war auch für mich selbst eine sehr erfüllte Zeit, in der ich nicht nur Leid sah, sondern auch viel Schönes. Den von Herzen kommenden Dank unserer Partnergemeinden möchte ich an die Grombühler mit diesen Zeilen weitergeben. Sie alle haben mitgeholfen, dass meine Reise ein Erfolg wurde.

Ihr W.K.